Orientalismus im 17. und 18. Jahrhundert
Almuth LuckowBeginn: Donnerstag, 01.12.2011, 19:00-20:30 Uhr
vhs am Vorstadtplatz, Raum 1, Nagold
Gebühr: Euro 4.50
| Orientalismus im 17. und 18. Jahrhundert Die Erzählinhalte der Bibel verbinden sich in der Malerei des 16. Jahrhunderts mit realistischen Details. Der vom Katholizismus zum Calvinismus übergetretenen Rembrandt (1606-1669) verleiht den biblischen Geschichten das orientalische Kolorit, das seiner Meinung nach den Gegebenheiten entspricht. Er stattet seine Figuren mit Turbanen und üppig verzierten Gewändern aus und schildert die Ereignisse mit schwelgenden Farben. Durch die Verfremdung wirken die vertrauten Szenen überraschend neuartig, zugleich zeigt sich die Universalität des christlichen Glaubens, der nicht an die Grenzen Europas gebunden ist. Im 18. Jahrhundert zieht die literarische Entdeckung der orientalischen Kultur (1704 erscheint "Tausendundeine Nacht" in der französischen Übersetzung von Antoine Galland) eine Begeisterung für die orientalische Lebensweise nach sich. Die Wohlhabenden statten ihre Wohnungen mit "Turquerien" aus und lassen sich in orientalischen Gewändern und mit dunkelhäutigen Bediensteten porträtieren. Die Orientmode bedient sich der aus fernen Ländern stammenden Güter, um das eigene Dasein zu verfeinern und zu überhöhen. Nagold 126061 vhs am Vorstadtplatz, Raum 1 Almuth Luckow Do, 01.12.2011, 19:00 4,50 EUR (Abendkasse) |
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